Vertrauen ist gut . . .
Beweise sind besser!Wie belastbar ist ein professionell geplantes Fassadenschutzsystem wirklich?
Bei einem realen Kundengebäude haben wir deshalb zwei kombinierte Fassadenplatten mit einem Gesamtgewicht von rund 130 kg kontrolliert in ein statisch geplantes und fachgerecht montiertes 45-mm-Fassadenschutznetz fallen lassen.
Das Ergebnis: Das System hielt.
Theorie ist wichtig.
Eine statische Berechnung ist die Grundlage einer professionellen Fassadensicherung.
Aber was passiert, wenn tatsächlich ein schweres Bauteil fällt?
Genau dieser Frage sind wir nachgegangen.
Die Fallhöhe, Netzspannung, Befestigungspunkte und Konstruktion wurden für den kommenden Realfall der Fassadnesicherung an diesem Gebäude entsprechend geplant.
Das Ziel:
Die Belastung sollte nicht nur theoretisch angenommen, sondern praktisch erzeugt werden.
130KG
kontrolliert ins NetzMaximal sicher:
Die Platten wurden kontrolliert in das Schutznetz fallen gelassen.
Dabei wurde der Netzabstand zum Gebäude am Abwurfpunkt bewusst so gewählt, dass die Platten bis zum definierten Ankerpunkt durchfallen konnten.
So konnte das System unter einer realen dynamischen Belastung beobachtet werden.
Das Ergebnis?
Das Netz hielt.
Bei dem verwendeten 45-mm-Netz kam es zu einem Verlust von lediglich etwa zwei bis drei Maschen.
Das zeigt gleichzeitig:
Auch ein korrekt geplantes Schutzsystem wird bei einer solchen Belastung tatsächlich beansprucht.
Entscheidend ist, dass die Konstruktion entsprechend geplant und ausgeführt wird.
Was passiert, wenn eine Masche reißt?
Bei der Belastung verloren zwei bis drei Maschen ihre Funktion.
Trotzdem blieb die Konstruktion als Ganzes erhalten.
Das verdeutlicht einen wichtigen Punkt:
Ein Schutznetz muss nicht nur im unbelasteten Zustand gut aussehen. Es muss mit einer realen Belastung umgehen können.
Dafür müssen Netztyp, Befestigung und Montage aufeinander abgestimmt sein.
45 mm oder 100 mm?
Nicht jede Fassade benötigt dasselbe Netz.Je nach Gebäude, Fassadenaufbau und Gefährdungssituation:
45-mm-Netz
Bei potenziell schwereren oder kleineren Fassadenteilen kann ein engmaschigeres System sinnvoll sein.
Mehr Maschen auf derselben Fläche können dabei Vorteile für die verbleibende Netzstruktur bieten.
Zusätzlich kann ein Feinstaub- beziehungsweise Materialschutzgewirk eingesetzt werden.
100-mm-Netz
Bei anderen Anwendungen kann eine größere Maschenweite ausreichend und sinnvoll sein.
Die Auswahl erfolgt nicht nach einem pauschalen Standard, sondern nach der konkreten Situation.
Was kostet eine falsche Befestigung?
„Wie günstig können wir das Netz befestigen?“
Sondern:
„Wie sicher muss das System im Ernstfall funktionieren?“
Eine einfache Befestigung mag im unbelasteten Zustand ausreichend aussehen.
Eine Fallbelastung ist jedoch etwas völlig anderes.
Bei schweren Fassadenteilen können innerhalb kürzester Zeit erhebliche Kräfte entstehen.
Deshalb gilt:
Kabelbinder sind keine Statik.
Eine professionelle Fassadensicherung braucht eine belastbare Planung des Gesamtsystems.